Außenhandel

Unter dem Begriff Außenhandel werden grenzüberschreitende Handelsmaßnahmen zusammengefasst. Man differenziert in drei Teilbereiche:

  • Export (Ausfuhr),
  • Import (Einfuhr) und
  • Transithandel (Durchfuhr)

beschreiben den internationalen Austausch von Waren, Gütern und Dienstleistungen. Im Gegensatz dazu steht der Begriff des Binnenhandels.

Es ist Hauptanliegen der Außenhandelspolitik staatliche Maßnahmen einzuleiten, die den grenzüberschreitenden Warenverkehr positiv beeinflussen sollen. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise eine umsichtige Zollpolitik, eine Kontingentpolitik, administrative Handlungsbeschränkungen, die Schaffung staatlicher Außenhandelsmonopole sowie der Anschluss von internationalen Außenhandelsabkommen (z.B.: GATT, EU, WTO, EFTA etc.).

Die Außenhandelsstatistik gibt Aufschluss über die jeweiligen Außenhandelsgewinne und -verluste, die durch den Außenhandel hervorgerufen wurden. Das Außenhandelsvolumen stellt den Wert des gesamten Exports und Imports eines Landes innerhalb eines definierten Zeitraumes dar, indem sie diesen mit einem zuvor festgelegten Basisjahr vergleicht.

Durch die internationale Arbeitsteilung, die durch die ständige Erweiterung des Außenhandels stets optimiert wird, wird versucht, das jeweilige Produkt am kostengünstigsten herzustellen.

Der freie Welthandel verbessert die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und senkt die Kosten und Preise durch die internationale Konkurrenz. Der Verbraucher hat die Möglichkeit, aus einem vielfältigen Gütersortiment auszuwählen. Die Bundesrepublik Deutschland ist als hochindustrialisiertes Land relativ rohstoffarm und daher eng mit der Weltwirtschaft verbunden. Ohne Außenhandel wären die Länder auf solche Waren und Dienstleistungen beschränkt, die innerhalb ihrer Landesgrenzen existieren. Viele Arbeitsplätze hängen heute in gewisser Weise mit dem Export zusammen. Daher hat der Außenhandel auch erheblichen Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt einer Volkswirtschaft.

Der Außenhandel birgt aber auch Nachteile. Leistungsschwache Industrien im Inland werden von der ausländischen Konkurrenz vom Markt gedrängt, wodurch wiederum die Arbeitslosigkeit anzusteigen droht. Um binnenländische Bereiche also von ausländischer Konkurrenz zu beschützen, bedarf es staatlichem Protektionismus, der z.B. durch Zoll- und Steuertarife eine Umsetzung findet.

In Ländern mit unterschiedlicher Währung können Zahlungen beträchtlich voneinander abweichen. Außerdem bleibt das Risiko, dass das Partnerland wirtschaftliche Einbrüche erleiden könnte, bestehen.