Preisentwicklung
Der Begriff Preis beschreibt den Prozess des Austauschens von Gütern, Waren oder Dienstleistungen in der Wirtschaft. In Form der jeweiligen Währung gibt der Preis als einheitliche Bezugsgröße darüber Auskunft, wie hoch der Tauschwert des jeweiligen Kaufobjekts ist.
Angebot und Nachfrage sind die Hauptmechanismen, nach denen sich die Preise bilden bzw. entwickeln. Durch deren Wechselwirkung soll der Preis Angebot und Nachfrage stets ausgleichen. Abhängig von der jeweiligen Marktform (Monopol, Oligopol oder Polypol) entsteht der Preis auf unterschiedliche Weise.
Doch allem voran steht das Bedürfnis eines Menschen, welches ihn zum Kaufen eines Produkts bzw. einer Dienstleistung anregt. Man unterscheidet hierbei zwischen Primärbedürfnissen (wie etwa Kleidung, Flaggen & Fahnen oder Werbeartikel) und Sekundärbedürfnissen (etwa eine teure Urlaubsreise). Diese Grundvoraussetzung ist wichtig, damit der Kauf überhaupt statt finden kann. Wenn der Bedarf an solchen Gütern steigt, spricht man allgemein von der Nachfrage. Durch diese werden wiederum das Angebot und Preise bestimmt. Je größer das Warenangebot, desto stärker fallen die Preise. Wenn aber die Nachfrage steigt, steigen auch die Preise. Der tatsächlich realisierte Preis entsteht dann, wenn sich Käufer und Verkäufer über die Preisforderung und das Preisgebot einig werden. Dann kommt es zum Kaufvertrag. Bestimmte Güter unterliegen dabei aber einer Preisbindung. Bücher beispielsweise dürfen nicht zu beliebigen Preisen verkauft werden (gehören übrigens auch zu den Primärbedürfnissen). Die Preisbindung wird durch den Staat verhängt und durchgesetzt.
Die Preisentwicklung bezeichnet nun die Entwicklung der Preise im Hinblick auf ein bestimmtes Gut, eine bestimmte Ware oder eben Dienstleistung. Je nachdem, wie hoch das Angebot bzw. die Nachfrage in einem bestimmten Zeitraum war, hat sich der Preis, den der potentielle Käufer dafür aufbringen muss, unterschiedlich entwickelt. Statistiken über die Preisentwicklung von Gas und Öl geben beispielsweise Auskunft darüber, wie sich die Ausgaben für Energie in den letzten Jahren verändert haben und damit zusammenhängend auch ihre Preise. Anhand derartiger Statistiken ist es möglich, Prognosen der Preisentwicklung zu formulieren sowie einen internationalen Vergleich vorzunehmen. Im aufgeführten Beispiel besteht das Problem darin, dass die Rohstoffe immer knapper werden, aber die starke Nachfrage nach diesen gleich bleibt bzw. noch ansteigt. Auch politische Gründe, wie etwa die Dauerkrise in Irak und Iran, sind maßgeblich an der Preisentwicklung dieser Rohstoffe beteiligt.