Statistik

Die Statistik (lat. status für „Stand“ oder „Stellung“) meint solche wissenschaftliche Methoden, die die geordnete Menge von Informationen in Form empirischer Zahlen darstellen, verarbeiten und analysieren.

Die deutsche Statistik wurde eingeführt von Gottfried Achenwall im Jahre 1749. Statistiken müssen mehreren Anforderungen gleichzeitig entsprechen. Sie müssen objektiv, valide, reliabel, signifikant und relevant sein.

Die Statistik kann man in drei Bereiche gliedern:

  1. Die deskriptive Statistik (oft auch als empirische Statistik bezeichnet) beschreibt bestimmte Daten, bereitet sie auf oder fasst sie zusammen. Daraus entstehen dann Tabellen und Graphen. Alle zum Themenkomplex gehörenden Daten sind zu berücksichtigen. Es sind keine Generalisierungen auf größere Datenmengen zulässig.
  2. Die induktive Statistik geht so vor, dass sie anhand einer Stichprobe allgemeine Aussagen über größere Datenmengen trifft. Die Theorien der Wahrscheinlichkeitsrechnung werden hier mitberücksichtigt, in dem sie als Basis der induktiven Statistik gelten. Damit kann man Auskunft über den Grad der Unsicherheit statistischer Verfahren geben. Stochastische Modelle sind äußerst wichtig für statistische Auswertungen. 
  3. Die explorative Statistik bildet eine Mischform der beiden zuvor genannten Arten. Durch beschreibende und induktive Verfahren hat die explorative Statistik zum Ziel, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von aufbereiteten Daten festzustellen. Gleichzeitig wird die Aussagekräftigkeit und die Ergebnisvalidität erprobt.  

In den Wirtschaftswissenschaften werden statistische Verfahren oft verwendet. Man kann damit beispielsweise feststellen, wie sich Preise, Volkseinkommen oder das Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahren gestaltet haben. Daraus lassen sich dann Prognosen für die Zukunft treffen. Außerdem unterscheidet man beispielsweise zwischen Einkaufs-, Lager-, Absatz-, Finanz-, und Personalstatistik.

Mögliche Fehlerquellen von Statistiken können in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt sein: Zum Einen können Fehler in den Daten vorliegen. Es kann aber auch durchaus vorkommen, dass eine bewusste (manipulative) Verdrehung von Daten vorgenommen wurde, um bestimmte Interessen durchzusetzen. Außerdem können Ergebnisse fehlinterpretiert werden, wodurch falsche Rückschlüsse entstehen.